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Geschichte · Architektur · Gedenkstätte

Neue Wache

Schinkels klassizistischer Wachbau Unter den Linden ist heute die zentrale Gedenkstätte Deutschlands für die Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft.

Foto: Wikimedia Commons

Bezirk Mitte
Eintritt Eintritt frei
Dauer 20-30 Min
Gut für
GeschichtsinteressierteRuheArchitektur

Die Neue Wache steht Unter den Linden 4 mitten im historischen Forum Fridericianum, dem repräsentativen Ensemble zwischen Humboldt-Universität, Staatsoper und Zeughaus. Karl Friedrich Schinkel errichtete den Bau von 1816 bis 1818 im Stil des Klassizismus, ursprünglich als Wachgebäude für das benachbarte Königliche Palais. Die strenge Tempelfront mit ihren dorischen Säulen gilt als eines der bedeutendsten frühen Werke Schinkels und prägt bis heute das Erscheinungsbild der Prachtstraße.

Seit 1931 dient das Gebäude als Gedenkstätte. Im Zweiten Weltkrieg brannte die Neue Wache aus und wurde zwischen 1951 und 1957 wieder aufgebaut. Nach der Wiedervereinigung machte die Bundesrepublik den Innenraum 1993 zur „Zentralen Gedenkstätte der Bundesrepublik Deutschland für die Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft“. Im Zentrum des kargen, durch ein Deckenoval geöffneten Raums steht eine vergrößerte Nachbildung der Skulptur „Mutter mit totem Sohn“ von Käthe Kollwitz, auf die durch die Öffnung Regen, Schnee und Tageslicht fallen.

Der Besuch dauert meist nur wenige Minuten, hinterlässt aber Eindruck: Der schlichte Innenraum mit der einzelnen Pietà wirkt ungewöhnlich konzentriert und still mitten im Trubel der Innenstadt. Ein Besuch lässt sich gut mit einem Spaziergang über Unter den Linden verbinden, vorbei am Bebelplatz, der Staatsoper und der Museumsinsel. Wer das Gebäude von innen sehen möchte, sollte die Inschrift am Eingang und das Mahnmal in Ruhe auf sich wirken lassen.

Häufige Fragen

Was du zu Neue Wache wissen solltest

Was ist die Neue Wache heute?

Seit 1993 ist die Neue Wache die Zentrale Gedenkstätte der Bundesrepublik Deutschland für die Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft. Im Innenraum steht eine vergrößerte Nachbildung der Käthe-Kollwitz-Skulptur „Mutter mit totem Sohn“.

Wer hat die Neue Wache gebaut?

Den Bau errichtete der Architekt Karl Friedrich Schinkel von 1816 bis 1818 im Stil des Klassizismus, ursprünglich als Wachgebäude für das benachbarte Königliche Palais.

Kann man die Neue Wache besichtigen?

Ja, der Innenraum mit der Pietà ist frei zugänglich. Der Besuch dauert in der Regel nur wenige Minuten und lässt sich gut mit einem Spaziergang über Unter den Linden verbinden.

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