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Geschichte · Architektur · Natur

Köpenicker Altstadt

Verträumte Altstadt-Insel am Zusammenfluss von Spree und Dahme, berühmt durch den Hauptmann von Köpenick.

Foto: Wikimedia Commons

Eintritt Eintritt frei
Dauer 2-3 Std
Gut für
RuheGeschichtsinteressierteFotografie

Die Köpenicker Altstadt liegt im Südosten Berlins auf einer Insel am Zusammenfluss von Spree und Dahme und gehört zum Bezirk Treptow-Köpenick. Köpenick war jahrhundertelang eine eigenständige brandenburgische Stadt und wurde erst 1920 nach Berlin eingemeindet. Wer durch die kopfsteingepflasterten Gassen rund um den Kern Alt-Köpenick schlendert, spürt schnell, dass hier ein anderes Tempo herrscht als in der City: kleinteilige Bebauung, alte Fischerhäuser, Wasser an vielen Ecken und viel Grün am Ufer.

Das Wahrzeichen der Altstadt ist das backsteinerne Rathaus Köpenick, das 1901 bis 1905 im Stil der norddeutschen Backsteingotik errichtet wurde. Bekannt wurde es vor allem durch die Köpenickiade von 1906: Der Schuster Wilhelm Voigt besetzte als falscher Hauptmann mit einer Soldatentruppe das Rathaus, ließ den Bürgermeister verhaften und beschlagnahmte die Stadtkasse. Die Geschichte vom „Hauptmann von Köpenick" ging um die Welt und wird bis heute mit einer Bronzefigur vor dem Rathaus gewürdigt. Gleich nebenan, auf einer eigenen Schlossinsel in der Dahme, liegt das barocke Schloss Köpenick mit dem Kunstgewerbemuseum.

Die Altstadt eignet sich ideal für einen ruhigen Spaziergang abseits der Touristenströme. Vom Müggelheimer Damm und vom Dahmeufer aus hat man schöne Blicke aufs Wasser, an warmen Tagen laden Cafés und Ausflugslokale zum Verweilen ein. Ein Tipp: Köpenick ist ein guter Startpunkt für eine Schifffahrt auf der Dahme oder zum nahen Müggelsee, dem größten See Berlins. Wer mag, verbindet den Bummel durch die Gassen mit einem Besuch des Schlosses und einer Pause am Flussufer.

Häufige Fragen

Was du zu Köpenicker Altstadt wissen solltest

Was hat es mit dem Hauptmann von Köpenick auf sich?

1906 besetzte der Schuster Wilhelm Voigt in einer geliehenen Hauptmannsuniform das Köpenicker Rathaus, ließ den Bürgermeister festsetzen und nahm die Stadtkasse an sich. Die als „Köpenickiade" bekannt gewordene Episode machte den Ort weltberühmt; eine Bronzefigur vor dem Rathaus erinnert daran.

Gehört Köpenick zu Berlin?

Ja. Köpenick war lange eine eigenständige brandenburgische Stadt und wurde 1920 nach Berlin eingemeindet. Heute ist es ein Ortsteil im Bezirk Treptow-Köpenick im Südosten der Stadt.

Kostet ein Besuch der Altstadt Eintritt?

Nein, der Spaziergang durch die Altstadt und entlang der Uferpromenaden ist frei zugänglich. Eintritt fällt nur für Innenbesuche wie das Kunstgewerbemuseum im Schloss Köpenick an.

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