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magazin · Berlin Guide Redaktion · 7 Min ·

Die schönsten Parks in Berlin: Grünflächen für jeden Geschmack

Vom Tiergarten über das Tempelhofer Feld bis zu den Gärten der Welt: Die schönsten Parks Berlins mit Tipps zu Lage, Aktivitäten und Besonderheiten.

Berlin ist eine der grünsten Hauptstädte Europas. Rund ein Drittel der Stadtfläche besteht aus Parks, Wäldern, Gewässern und Grünanlagen. Wer eine Pause vom Großstadttrubel sucht, findet sie oft nur wenige U-Bahn-Stationen entfernt. Wir stellen die schönsten Parks der Stadt vor: barocke Schlossgärten, ein stillgelegter Flughafen und botanische Sammlungen von Weltrang.

Welcher Park ist der größte in Berlin?

Der Große Tiergarten in der Stadtmitte ist mit rund 210 Hektar Berlins größter innerstädtischer Park und zugleich einer der ältesten. Ursprünglich als Jagdrevier der brandenburgischen Kurfürsten angelegt, wurde er ab dem 18. Jahrhundert zur öffentlichen Parklandschaft umgestaltet. Heute durchziehen breite Alleen, schmale Wege und kleine Seen das Gelände.

Im Zentrum steht die Siegessäule, von deren Aussichtsplattform sich der Blick über die Baumkronen bis zum Brandenburger Tor öffnet. Versteckte Höhepunkte sind der Englische Garten, der Rosengarten und ein Spazierweg entlang des Landwehrkanals. Der Tiergarten grenzt direkt an das Regierungsviertel und den Reichstag, was ihn zu einem idealen Zwischenstopp bei einer Tour durch Mitte macht.

Tempelhofer Feld: Ein Flughafen wird zum Park

Das Tempelhofer Feld ist eine der ungewöhnlichsten Grünflächen Europas. Bis 2008 starteten und landeten hier Flugzeuge, seit 2010 ist das Areal als öffentliche Freifläche zugänglich. Die alten Start- und Landebahnen sind erhalten geblieben und werden heute von Radfahrern, Skatern und Kitesurfern genutzt.

Auf den weiten Wiesen lässt sich hervorragend picknicken, Drachen steigen lassen oder einfach die Weite genießen, die man in einer Großstadt selten findet. Teile des Geländes sind als Naturschutzfläche ausgewiesen und bieten Lebensraum für Feldlerchen und Wildpflanzen. Das Feld liegt zwischen Neukölln und Tempelhof und ist gut mit der U-Bahn erreichbar.

Welcher Park eignet sich für Familien?

Der Volkspark Friedrichshain ist Berlins ältester kommunaler Park und besonders bei Familien beliebt. Spielplätze, Wasserspielbereiche und Sportanlagen verteilen sich über das hügelige Gelände. Das bekannteste Wahrzeichen ist der Märchenbrunnen, eine reich verzierte Brunnenanlage mit Figuren aus den Märchen der Brüder Grimm.

Wer mit Kindern unterwegs ist, kombiniert den Park gut mit einem Bummel durch Friedrichshain. Auch der Treptower Park am Ufer der Spree bietet viel Platz zum Toben. Hier gibt es Bootsverleih, die kleine Insel der Jugend und das markante Sowjetische Ehrenmal, eine der größten Kriegsgedenkstätten außerhalb der ehemaligen Sowjetunion.

Parks für Pflanzenliebhaber

Wer botanische Vielfalt sucht, ist im Botanischen Garten in Dahlem richtig. Auf dem Gelände im Südwesten der Stadt wachsen über 20.000 Pflanzenarten aus allen Klimazonen. Die historischen Gewächshäuser, darunter das imposante Große Tropenhaus, gehören zu den schönsten ihrer Art in Europa. Regelmäßige Führungen und Workshops vertiefen den Besuch.

Die Gärten der Welt in Marzahn zeigen Gartenkunst aus verschiedenen Kulturen: ein chinesischer, ein japanischer, ein orientalischer und ein balinesischer Garten liegen hier nebeneinander. Eine Seilbahn schwebt über die Anlage und bietet einen Panoramablick. Der Park liegt im Bezirk Marzahn und lässt sich gut mit der S-Bahn erreichen.

Barocke Eleganz am Schloss Charlottenburg

Der Schlosspark hinter dem Schloss Charlottenburg wurde Ende des 17. Jahrhunderts angelegt und vereint einen streng geometrischen Barockgarten mit einem späteren Landschaftsgarten im englischen Stil. Symmetrische Blumenbeete, Skulpturen und ein Karpfenteich prägen den vorderen Bereich, während die hinteren Partien zum Spazieren entlang der Spree einladen.

Im Park stehen außerdem das Belvedere mit einer Porzellansammlung und das Mausoleum der Hohenzollern. Der Park liegt im Westen der Stadt im Bezirk Charlottenburg und ist ein ruhiger Kontrast zum Trubel rund um den nahen Kurfürstendamm.

Tipps für den Parkbesuch

Die meisten Berliner Parks sind ganztägig frei zugänglich. Eintritt verlangen lediglich der Botanische Garten und die Gärten der Welt. Im Sommer empfiehlt es sich, früh am Tag oder am Abend zu kommen, wenn die beliebten Wiesen noch nicht überfüllt sind. Picknicken ist fast überall erlaubt, Grillen dagegen nur in ausgewiesenen Zonen.

Viele Parks lassen sich gut zu Fuß oder per Leihrad mit Sehenswürdigkeiten in der Umgebung verbinden. Wer geführte Radtouren oder Bootsfahrten plant, findet passende Angebote über unsere Touren & Tickets. Für die optimale Route durch die grünen Ecken der Stadt hilft die Reiseplanung weiter.

Nach einem langen Tag im Grünen lohnt sich der Abstecher zu einem der besten Cafés der Stadt oder zu den Streetfood-Märkten, die sich oft in unmittelbarer Nähe der großen Parks befinden.

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